Freudenstadt - Darmstädter Hütte

Aus Northwoodcycling

Knappe Paul legt letzte Hand an
Knappe Paul legt letzte Hand an
"Geheimweg" in den Bannwald am Wildsee
"Geheimweg" in den Bannwald am Wildsee
Liebliche Graswege am Anstieg zum Seekopf
Liebliche Graswege am Anstieg zum Seekopf
Der Bannwald im Naturschutzgebiet Wildsee-Hornisgrinde
Der Bannwald im Naturschutzgebiet Wildsee-Hornisgrinde
Darmstädter Hütte auf 1.030m Höhe
Darmstädter Hütte auf 1.030m Höhe
Auf aussichtsreichen Wegen zurück nach Freudenstadt
Auf aussichtsreichen Wegen zurück nach Freudenstadt

(Cook, 28.6.2008)

Als Liebhaber klassischer Linienführung möchte ich euch, werte Leserinnen und Leser, eine Klassikertour im oberen Murgtal näher bringen. Diese nette Runde, die jedes Jahr mehrmals absolviert wird, führt von Freudenstadt das Murgtal hinab bis Schönmünzach, um dort in das Tal der Schönmünz einzuschwenken. Am Ende des Tals geht es im Naturschutzgebiet Wildsee-Hornisgrinde hinauf zur Darmstädter Hütte und von dort über die Höhenrücken von Schliffkopf und Kniebis wieder nach Freudenstadt.

Meine charmante Begleiterin Yvo und ich machten uns also auf, diese Runde einzusaugen. Wir ließen es uns nicht nehmen, unsere Pferde durch den leider verhinderten Knappen Paule vor dem Start detailliert inspizieren zu lassen. Nachdem das O.K. gegeben wurde ging es los.

Schnell war das Murgtal bei Baiersbronn erreicht und wir genossen die schnelle Fahrt auf dem asphaltierten Radweg, bis uns Schönmünzach in Emfang nahm. Dieses Örtlein bietet für den Mountainbiker viele Möglichkeiten in allen Richtungen. Wir nahmen die Westliche und befanden uns somit am Einstieg für Touren zur Hornisgrinde (Langenbachtal) und zur Darmstädter Hütte (Schönmünztal), die ja heute unser verpflegerischer Anlaufpunkt sein sollte.

Nachdem wir dieses herrliche Kleinod des Schönmünztales durchradelt hatten, folgte der harte Anstieg in Richtung Wildsee. Doch sobald man in diese Urlandschaft, diesen sich selbst überlassenen Urwald eingetaucht ist, vergißt man jede Strapaze. Wir folgten also dem einzigen Pfad durch dieses Gebiet und mußten immer wieder über diese enorme Ausstrahlung des Bannwaldes lobhudeln.

Nach langem Aufstieg wurde dann die Darmstädter Hütte erreicht, der höchsten bewirtschafteten Hütte im durch Northwoodcycling unterjochten Bergland. Die Bewirtung wird seit bestehens der Hütte durch Fronarbeit von aus Hessen verschleppten Leibeigenen verrichtet. Leider tun diese ihre Arbeit eher schlecht als recht. Da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Doch die außergewöhliche Lage der Hütte lassen über Unzulänglichkeiten hinwegsehen.

Nach einer kleinen Stärkung und einem Sonnenbad am Gemäuer ging es weiter, hinunter zum Ruhestein und dann weiter über den balkonartigen, aussichtsreichen 1000-Meter-Weg, der um Vogelskopf, Schweinskopf und Schliffkopf herum zum Steinmäuerle führt. Von dort übernahm der berühmte Westweg die Führung und brachte uns ebenfalls mit weitreichenden Ausblicken zur Alexanderschanze.

Und irgendwann kamen wir dann, über den Kniebis rauschend, in zeitlosem Dahingleiten und in völliger Trance wieder zu Hause an und können wieder von einer Tour der Extraklasse schwärmen, die nie von ihrem Reiz verlieren wird.

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